Gipfelbasilisk

Textschnipsel

Dieser Textschnipsel ist in einem Morgenseitenstream entstanden. Er ist völlig roh und unbearbeitet.

Laganja wachte schweißgebadet in ihrem Bett auf. Die kalte Luft schnitt in ihre Haut. Warum war es so kalt. Scheiße, die Erinnerungen an ihren Traum sickerten in ihr Bewusstsein. Temperatursturz, Heizungsausfall, eingefrorene geplatzte Leitungen. Wenn sie sich auf eins verlassen konnte, dann darauf, dass ihr unterbewusstsein zusammen mit ihrer Magie, sie warnte wenn Unheil bevorstand. Und in diesem fall kam die Warnung keine sekunde zu früh. Schnell schlang sie sich ihre Decke um ihren Körper, schlüpfte in ihre Pantoffeln und wollte grade losstapfen, als etwas ihre Decke mit einem vorwurfsvollen „Miau“ festhielt. Olaf rekelte sich auf ihrem Bett und schaute sie vorwurfsvoll an. Resigniert legte sie die Decke wieder auf das Bett und ging zu ihrem Schrank um sich ihren Bademantel zu holen. Sie schaute auf die Uhr. 03:00 Uhr, warum musste soetwas immer nachts passieren? Sie stapfte als erstes zum Heizkessel im Keller, aber eigentlich hätte sich Laganja auch den Weg sparen können. Da ging nichts mehr. Das war eine der wenigen Arbeiten, welche sie an externe abgab, wenn sie ein Haus restaurierte. Aber wenn sie nicht bald die Temperatur im Haus steigerte, würden die Leitungen einfrieren und sie würde einen großen Teil der Leitungen, die sie grade erneuert hatte, erneut erneuern können. Sie ist mit den Isolierungen leider noch nicht so weit gewesen, wie sie eigentlich wollte, sonst wäre das ganze nicht ganz so tragisch gewesen, aber so. Sie fluchte. Bleibt mir nur noch Magie. Sie hasste es natürliche Magie einsetzen zu müssen. Im Gegensatz zu ihrer Schwester, war sie darin nicht sonderlich geübt. Tränke, Vorhersagen oder Kontakt zum Jenseits, waren ihre Spezialitäten aber natürliche Magie hasste sie. Sie war ihr zu wild, zu wenig planbar. Wenn man nicht genau wusste, was man tat, waren die Ergebnisse mehr als zufällig und grade wenn man Feuer benötigte sehr gefährlich. Aber da klingelte auch schon ihr Handy. „Ich hoffe ich habe dich nicht geweckt?“, sagte Laganja zur Begrüßung.
„Nein ich bin grade erst von einer Party nach Hause gekommen, als ich deinen Ruf gehört habe. Laganja eigentlich müsste ich dir die Stunden in denen ich dir Helfe berechnen.“, antwortete die amüsierte Stimme ihrer Schwester.
„Hey, ich dachte wir hätten uns darauf geeinigt, dass ich in naturalien mit Tränken zahle.
Auf der anderen Seite des Telefons war gelächter zu hören.
„Oh du bist nicht alleine?“, fügte Laganja neugierig hinzu.
„Nichts was dich angeht, Schwesterherz. So und jetzt zu deinem Problem. Du holst dir jetzt aus deinem Badezimmer ein Handtuch und tränkst es mit Wasser. Dieses legst du um die Stelle die du erwärmen willst. Dann legst du deine Hände auf das Handtuch und konzentrierst dich auf die Wärme in deinem Körper, diese nimmst du als Richtwert und erwermst mit deiner Magie deine Handflächen. Aber eigentlich müsstest du das doch wissen, hatten wir nicht vor ein paar Jahren schon genau so einen Fall?“
Laganja war während des Telefonates schon durchs Haus gerannt, hat alle Wasserhähne angemacht, damit nichts einfriert, hatte sich ein Handtuch geschnappt und ist runter zur Hauptwasserleitung gerannt. „Ja, ich weiß, aber es ist mir lieber dabei jemanden am anderen Ende der Leitung zu haben, so kannst du, falls was schief läuft gleich den Notarzt rufen, du weißt doch wie schwer mit natürliche Magie fällt. Wozu war jetzt noch einmal das Handtuch?“
„Um deine Hände runterzukühlen, falls du zu viel Magie nutzt, ich will ja nicht, dass du dir die Hände verbrennst. So und jetzt mach den Lautsprecher an ich leite dich dadurch.“
Laganja tat wie ihr geheißen und legte das Handy beiseite, sie wickelte das nasse Handtuch um die Leitung und legte ihre Hände auf dieses.
„So jetzt schließt du die Augen, wo deine Magie liegt weist du ja. Greife nach ihr, ganz vorsichtig, spüre die Wärme der Magie und wie sie in dir fließt.“
Laganja war aufgeregt, sie spürte ihrer Magie nach, normal musste sie nur kleine Mengen in ihre Zaubertränke leiten und das geschah auf natürlichem Wege, jede Handlung einer Hexe setzte Magie frei. Sie fand das Leuchten in ihrem Körper und griff danach. Ihr wurde warm.
„Gut, jetzt konzentriere dich auf die Wärme in deinem Körper, lass die Magie auf keinen fall heißer werden, leite nun die Magie aus deinem inneren in deine Hände und lass sie in die Leitung fließen.“
Die Wärme in Laganjas Körper setzte sich in Bewegung setzte sich in Bewegung. Sie presste ihre Hände auf die Leitung und konzentrierte sich darauf nicht zu viel Magie herauszulassen, ihre Handfächen wurden heiß, aber nicht zu heiß. Es klappte.
„Jetzt nicht übermütig werden. Lass jetzt so viel Magie in die Leitungen fließen, dass sie gesättigt sind. Die Wärme müsste dann so lange vorhalten, bis der Handwerker, den Boiler repariert hat.“
Laganja konzentrierte sich und spürte dann, dass keine Magie mehr nachfloss. Sie beendete den Fluss und fing an zu zittern.
„Laganja, wie groß ist dein aktuelles Projekt?“
„S…Sssssee…hr g..ggg..roß“, antwortete Laganja mit bibbernden Zähnen.
„Ich bin morgen früh gegen 10 Uhr da, du wirst die nächsten Tage hilfe benötigen. Das war offensichtlich zu viel für deinen Körper. Mach dir einen Tee und leg dich bitte gleich ins Bett. Olaf soll sich auf deine Füße legen und eine Wärmflasche wirst du auch brauchen.“
Oh gott, war Laganja kalt, aber wenigstens würde jetzt nichts mehr im Haus kaputtfrieren.