Gipfelbasilisk

Perspektive

Bei allem, was ich hier schreibe, beziehe ich mich hauptsächlich auf folgende Quellen:

Meisterkurs Romane Schreiben, Erzählperspektiven, Auktorial, Personal, Multiperspektivisch von Stephan Waldscheidt, ISBN 9798575462552, 1 Auflage Dezember 2020

https://wortwuchs.net/erzaehlperspektive/

https://www.kapiert.de/deutsch/klasse-9-10/lesen-texte-und-medien/erzaehlende-texte-verstehen/perspektiven-des-erzaehlens/

Die Beispieltexte sind recht schnell entstanden und so wie ihr sie im Beitrag lest noch komplett roh. Da ich sie im Stream nutzen werde, ist dieser Beitrag schon in dieser Form schon online. Die Texte werden aber später nboch überarbeitet und ergänzt.

Allgemeines

Egal welche Perspektive du einnimmst, denke daran, wie die Perspektivfigur handelt und auftritt, bestimmt wie der Leser die Geschichte wahrnimmt. Hast du dich für einen entschieden, dann bleibe dabei.

LeserLeser
PerspektiveZeit
DuPräsens (Gegenward)
IchPräteritum (Vergangenheit)
Er/Sie/Es/Wir/Ihr/SieFutur (Zukunft)
Auktorial (Allwissender Erzähler)Plusquamperfekt (Vollendete Vergangenheit)

Die Entfernung zum Leser wird größer, je weiter runter wir uns in der Tabelle bewegen.
So ist ein auktorialer Erzähler näher am Leser, wenn er im Präsens erzählt, als wenn er im Futur erzählen würde.

Die Übergänge zwischen den Erzählperspektiven sind fließend, ein Ich-Erzähler, der über ein vergangenes Ereignis spricht, nähert sich so dem auktorialen Erzähler an.

Ich-Erzähler

• Ist sehr nah am Leser.
• Keine Möglichkeit dem Leser einen Wissensvorsprung zu geben.
• Man weiß nur, was der Ich-Erzähler auch weiß, er kann unzuverlässig sein und bewusst oder unbewusst Lügen.

Beispieltext die Beschwörung Teil 1 Ich-Erzähler Präsens

„Georg, komm, lass uns noch eine Runde laufen, bevor die Sonne untergeht, es ist so schönes Wetter!“, sage ich zu meinem Mann. Ich gehe zu ihm in die Küche und umarme ihn.
„Nein ich habe noch zu tun, geh doch alleine, ich kann mit deinem Schritt eh nicht mithalten und mein Knie pocht heute schon wieder.“
Frustriert gehe ich in den Flur, schnappe meinen Rucksack mit Isoflasche, ziehe meine Laufschuhe an und laufe los. In der letzten Zeit musste ich immer öfter alleine laufen. Mit jedem Schritt, den ich mich vom Haus entferne, verfliegt der Frust über meinen Mann und wird von der Sorge um ihn abgelöst. Er arbeitet zu viel, stelle ich gedanklich fest. Meine Füße tragen mich in Windeseile über den Deich, der mich vom Strand trennt. Ich atme schwer. Puh noch ein Stück dann kommt die Bank, auf der ich immer Pause mache, wenn er nicht mitläuft. Im Grunde war das Laufen seine Idee, warum laufe ich also eigentlich noch? Ich arbeite körperlich, als Ausgleich bräuchte ich das Laufen eigentlich nicht. Ich könnte genauso einfach spazieren gehen. Der Strand ist wie leergefegt, einen Moment wundere ich mich darüber, dann beginnt die Sonne am Horizont im Meer zu versinken. Ich atme durch, einen kleinen Moment noch, dann bin ich an der Bank, wo ich immer pause mache. Der Sonnenuntergang ist so schön, wenn Georg doch nur da wäre. Ich spüre, wie sich langsam mein Puls wieder beruhigt, und schaue in die Ferne.
Ein Knacken hinter mir. Ich will mich umdrehen, aber mir wird etwas fest auf das Gesicht gepresst und dann wird mir schwarz vor Augen.

Langsam komme ich zur Besinnung. Ich liege auf etwas harten, kalten, ein Stein oder so etwas drückt mir unangenehm in den Rücken. Ich will mich bewegen, merke aber, dass meine Hände und Beine fixiert sind. Ich öffne die Augen, aber ich sehe nichts. Nur hier und da dringen kleine Lichtpunkte zwischen Schlitzen hindurch. Ich fühle mich betäubt. Als ob ich zu viel getrunken hätte. Wo war ich hier? Was ist passiert? Meine Sinne sammeln sich ein wenig mehr. Ich nehme immer mehr wahr. Geräusche, Bewegungen, Schritte.
„Hallo, Hilfe ich bin hier gefesselt, ist da wer? Hilfe, ich kann nicht aufstehen, ich weiß nicht, was passiert ist.“
Keine Antwort. Ich bewege meine Hände, versuche sie anzuheben, und spüre wie mir raue, faserige Schnüre in die Handgelenke schneiden. Was ist nur passiert. Wo war ich da hineingeraten. Laufen, ich war laufen, ich saß auf der Bank und dann schwarz. Ich beginne zu schluchzen, als die Erkenntnis in mein Hirn sickert wie zähflüssiger Sirup. Ich wurde entführt. Die Schritte kommen näher. Dann ein Flüstern. Ein paar hellere, flackernde Lichtflecken, dringen durch meine Augenbinde, zumindest vermute ich, dass es eine solche war.
„Hallo?“, ich versuche, mich aufzubäumen, werde aber von einer festen Hand runter gedrückt. „Ihr schweine, was habt ihr mit mir vor?“
„Fixiere sie am Hals“, sagt eine strenge, tiefe Stimme.
Jemand tritt an mich heran, ich spüre wie mir raue Schnüre um den Hals gewickelt werden. Ich kann mich endgültig nicht mehr bewegen, wenn ich mich nicht würden will. Weiteres Flüstern. Es wird lauter, ich höre immer mehr Schritte, immer mehr Worte, die ich nicht verstehe. Die Stimmen schwellen zu einem kakophonischen Choral an, welcher in meinen Ohren dröhnt. Er schwillt immer mehr an, wird immer lauter. Plötzlich stille. Trommeln werden geschlagen. Etwas kaltes berührt meine Brust und ich höre schneidende Geräusche. Dann wird es kalt, meine Brust ist entblößt. Ein weiterer Reigen an Chorälen erklingt. Etwas Spitzes wird aufgesetzt, an der Stelle, wo mein Herz schlägt. Ich schreie zum letzten Mal, kurz bevor ein Schmerz meine Brust durchdringt und dann…

Multiperspektivisch (Er/Sie)

• Multiperspektivische Geschichten bergen die Gefahr des Head Hopping. Entscheide, wann du die Perspektive wechselst, bleibe innerhalb der Szene in der Perspektive und wechsel frühestens zum Szenenende.
• Kann dem Leser einen Wissensvorsprung geben.
(Zum Beispiel Sprung in den Antagonisten)
• Durch geschickten Wechsel an spannenden Punkten, kann Spannung aufrecht gehalten werden.

Beispieltext die Beschwörung Teil 2 Multiperspektivisch (Er/Sie) Präteritum/Präsens

(Anmerkung, so viel Perspektiv und Zeitwechsel, macht man in so einem kurzen Text normalerweise nicht.)

Er stand in der Küche, als seine Frau Maria in fragte, ob er mit ihr laufen gehen würde. Er sagte etwas, er wusste nicht mehr, was es genau war, er war zu sehr in seinen Gedanken, in seinem Plan versunken. Er würde sie heute Nacht opfern, sie sollte büßen für das, was sie ihm angetan hatte. Sie sagte, sie wäre schwanger, er war aber unfruchtbar. Wer war es wohl gewesen? John ihr Nachbar oder Michael ihr Kollege? Jetzt war es sowieso egal. Er und seine zwei Freunde würden heute Nacht einen Dämon beschwören. Sie würde dann bekommen, was sie verdiente und der Dämon musste ihnen drei Wünsche erfüllen. Es war alles vorbereitet. Peter würde sie beim Laufen abfangen und in die Höhle zur Opferung bringen. Sobald sie wieder zu Bewusstsein kam, würden sie mit der Anlage von Lukas, die Choräle, die sie im Netz gefunden hatten abspielen und dann würden sie sie Opfern.

Peter saß jetzt schon seit einer Stunde hinter den Büschen versteckt. Wann kommt sie endlich? Georg hatte ihr gesagt, sie wären immer um 18 Uhr losgelaufen und sie würde sich immer noch daran halten. Seine Beine wurden so langsam taub. Wieso hatte er sich nur breit schlagen lassen, bei diesem Plan mitzuwirken. Das, was sie vor hatten, war irre, war Mord. Aber wenn es funktionierte, würde er endlich eine Frau finden. Hoffnung keimte in ihm auf und ließ ihn jegliche Moral vergessen. Außerdem hatte sie es nicht besser verdient. Sie hatte seinen Kumpel betrogen. Er konnte sowieso nicht verstehen, was Georg an ihr findet. Noch seinen Gedanken nachhängend hörte Peter plötzlich sich nähernde Schritte. Ein schnelles atmen. Sie war es. Jetzt war es soweit, jetzt bloß keinen Fehler machen. Er zog einen Lappen aus seiner Tasche und tränkte ihn mit Chloroform. Wie angekündigt setzte sie sich auf die Bank. Er wartete ein paar Sekunden, sprang dann hervor und drückte ihr den Lappen ins Gesicht. Es war wie in einem schlechten Action Film. Sofort sank sie in sich zusammen.

„Wird aber auch Zeit“, sagt Georg zu Peter der mit seiner bewusstlosen Frau über der Schulter, die Höhle betritt und fügt hinzu: „Los jetzt, leg sie da ab und fessele sie gleich.“ Peter tat, was sein Freund ihm gesagt hatte.
„Gut so, jetzt bleibe bei ihr stehen.“, sie warteten und endlich regte sie sich, Georg ging ein paar Schritte auf sie zu, sie sollte, nein sie musste sogar Angst bekommen, bevor sie anfingen.
„Hallo, Hilfe ich bin hier gefesselt, ist da wer? Hilfe, ich kann nicht aufstehen, ich weiß nicht, was passiert ist“, rief sie in die Höhle hinein.
Georg gab Lukas das Zeichen und die Choräle begannen leise flüsternd. Georg zündete die Fackeln an.
Sie rief erneut: „Hallo?“ Und dann versuchte sie, sich zu befreien, drückte den Rücken durch und bäumte sich auf. Sie schrie: „Ihr schweine, was habt ihr mit mir vor?“
„Fixiere sie am Hals“, sagt Georg mit strenger verstellter Stimme.
Peter tritt zu ihr und tut auch dies. Anschließend stellen sie sich an die zuvor ausgemachten Positionen und stimmen in den Choral ein.
Georg vernebelt es fast die Sinne, ihm wird schwindelig. Spinnt er oder sieht er wirklich wie immer mehr Spuren von Ziegenfüßen im sandigen Boden erscheinen, welche sich auf den Opferaltar zubewegen. Dann hörte der Choral auf und er bewegte sich wie in Trance auf den Altar zu. Er nahm die bereitgelegte Schere und schnitt seiner Freundin die Kleidung vom Leib. Sie bewegte sich keinen cm. Er sah wie ihr Brustkorb sich hebte und senkte. Der Choral begann von neuem und er nahm das Opfermesser zur Hand, setzte es auf und stach zu. Blut schoss ihm entgegen und färbte seine Kleidung blutrot. War das normal? Schockiert ging er einige Schritte zurück. Das Blut schoss bis zur Decke und regnete auf sie alle hinab. Dann wurde es still. Tränen liefen über seine Wangen, er hatte gemordet. Er hatte es getan, er hatte sie gestraft, aber wo blieb seine Belohnung?
Der Leichnam seiner Frau lag blutgetränkt und regungslos auf dem Altar. Lukas begann frenetisch zu lachen. Georg war schlecht. Peter schrie: „All das für nichts?“
Dann zuckte der gemordete Leib, regte sich und der Brustkorb wurde von innen aufgerissen. Das Messer wurde dabei aus der Brust geschleudert, flog in Peters Richtung und fuhr bis zum Schaft in seinen Hals. Georg musste mit ansehen, wie sein Freund in sich zusammenbrach. Maria entstieg ihrem eigenen Körper. Die Überreste ihres alten Körpers vielen von ihr ab.

Auktorialer Erzähler

• Neigen dazu den Leser zu bevormunden, sind am weitesten vom Leser entfernt, können aber zum Beispiel durch ein Du, den Leser direkt ansprechen, was wieder Nähe entstehen lässt.
• Ist eine eigene Figur, mit eigenem Wahrnehmungsfilter und Stimmungen, welche aber außerhalb der Geschichte steht. Laut Buch, steht so eine Figur außerhalb der Geschichte, es gibt aber auch gegenteilige Meinungen.
• Durch die großen Freiheiten, welche diese Perspektive bietet, besteht die Gefahr, der Beliebigkeit. Deshalb wichtig, setze vorher Regeln fest, wann du wie wechseln möchtest, damit keine Beliebigkeit entsteht.
• Muss sich deutlich von den anderen Perspektiven unterscheiden, da sonst das Gefühl eines Personalen Erzählers entsteht. Im Lesefluss kann ein unerwarteter Perspektivwechsel, den Leser irritieren.

Beispieltext die Beschwörung Teil 3 auktoriale Erzählerin Präteritum/Präsens

(Anmerkung, das ist mein erstes Mal, dass ich versuche, auktorial zu schreiben.
Ich hoffe das Ergebnis, ist annähernd richtig.)

Ich schwebte schon so lange in meiner feurigen Daseinsebene, ohne das mich auch nur ein sterbliches Wesen angerufen hatte, dass ich fast nicht mehr wusste, wie sich Verehrung anfühlte. Aber ich spürte das süße Rufen von Menschen? Auf der Erde? So nanntet ihr doch euren Planeten, als ihr mich das letzte Mal vergöttert hattet. Ich streckte meine müden Glieder und räkelte mich. Die Feuer wärmten meinen Körper. Leben durchzog meine müden Knochen und ich spürte, wie ich erwachte.
Erde. Sooo lange war es her, dass mich Kinder vom Planeten Erde riefen. Das letzte mal war in einem großen Anwesen gewesen, ein Kind Names Crowley forschte an den Mythen, die ich über meine Existenz auf eurem Planeten verteilt hatte. Leider verbrannte er sich daran die Finger, er kam mir deutlich zu nah. Ich wollte doch im Hintergrund bleiben, in meiner feurigen Daseinsebene, auf der Erde war es mir zu kalt. Warum mussten mich diese Wesen eigentlich immer aus meinem wohlverdienten Schlaf, der Äonen dauern konnte, zerren. Ich richtete meinen Blick auf die Erde.
Eine junge Frau steht in einem Raum. Sieht sie mir ähnlich? Ja sie sieht mir ähnlich. Oh, was für ein schönes Kind und sie trägt eine Leibesfrucht in sich, wie schön das doch ist, neues Leben. Ich schaue genauer und höre zu.

„Georg, komm, lass uns noch eine Runde laufen, bevor die Sonne untergeht, es ist so schönes Wetter!“, sagt Maria zu ihrem Mann. Sie geht zu ihm in die Küche und umarmt ihn.
„Nein ich habe noch zu tun, geh doch alleine, ich kann mit deinem Schritt eh nicht mithalten und mein Knie pocht heute schon wieder.“, antwortet Georg, der Mann.
Frustriert geht Maria in den Flur, schnappt ihren Rucksack und ihre Isoflasche, zieht sich ihre Laufschuhe an und läuft los.

Ich schmecke den Gedanken von Georg nach. Lügt er, warum lügt er? Irritiert schaue ich in die Küche, in der er noch steht, und dringe in seine Gedanken ein.
Er würde sie heute Nacht opfern, sie sollte büßen für das, was sie ihm angetan hatte. Sie sagte, sie wäre schwanger, er war aber unfruchtbar. Wer war es wohl gewesen? John ihr Nachbar oder Michael ihr Kollege?
Sie opfern? Maria opfern? Niemals, wofür überhaupt. Ahhh Wünsche, diesen Mythos hatte er also entdeckt, na da sollte er sich aber sehr wundern.
Ich beobachtete alles und ließ es geschehen. Nur bei der Entführung Marias musste ich etwas nachhelfen. Chloroform, was für dümmliche Männer das nur waren. Wussten sie etwa nicht, dass das nur in Action Filmen funktionierte? Sie lachte. Half nach und ließ es geschehen. Dann lag sie auf dem sogenannten Opferaltar. Das diese dümmlichen Wesen so etwas noch verwendeten? Noch konnte ich dem armen Kind Namens Maria weder Schmerz noch Angst nehmen, aber ich würde ihr trotzdem helfen, sobald ich es kann. Wenigstens die Choräle waren die Richtigen, nur war niemand anwesend, der sie wirklich vortrug. Sie drang in den Geist von Georg ein. Ahh das war eine Aufnahme, faul waren sie also auch noch. Nichteinmal die Mühe, den Gesang selber zu erlernen, hatten sie sich gemacht. Und das Messer war von E-Bay, was war E-Bay? Ich betastete mit meinen Sinnen das Metall. Was war das für ein Ding? Nur eine hauchdünne Schicht Silber konnte ich spüren, darunter war, was war das? Sie suchte in den Gedanken der Anwesenden, nach einem passenden Wort. Blech? Was für Stümper waren das? Sie riefen eine Göttin, waren sie sich nicht dessen bewusst? Ohhh sie hatten wahrlich verdient, bestraft zu werden. Und dann geschah es. Der Mann namens Georg stach zu. Die Verbindung stand.
Ich schickte einen Hauch der Macht in den Körper des armen Kindes, verbunden mit all dem, was ich gesehen habe, all dem, was ich gespürt habe, den Wunsch nach Rache für die Dreistigkeit der Männer und dem Wunsch, dass sie leben solle. Dann schaute und lauschte ich wieder.

Der gemordete Leib zuckte, regte sich und der Brustkorb wurde von innen aufgerissen. Das Messer wurde dabei aus der Brust geschleudert, flog in Peters Richtung und fuhr bis zum Schaft in seinen Hals. Georg musste mit ansehen, wie sein Freund in sich zusammenbrach. Er hatte Angst. Maria entstieg ihrem eigenen Körper. Die Überreste ihres alten Körpers vielen von ihr ab. Sie spürte, wie nie zuvor gekannte Macht in ihrem Körper pulsierte. Die Macht Firenas? Firena, sie lächelte und dankte ihrer neuen Mutter, die ihr die Wiedergeburt ermöglichte um sich an den Männern, die sie mordeten zu rächen. Ihr Blick richtete sich auf das Messer, in Gedanken griff sie danach und steckte es auch dem anderen Kerl bis zum Schaft in den Hals. Es geschah. Georgs Augen weiteten sich vor entsetzen, als auch sein anderer Freund zu Boden ging.

„Schatz da bin ich wieder. Oh, du wolltest mich töten, habe ich gehört?“, sagte Maria mit zuckersüßer Stimme und schaute ihren vor Angst bibbernden Ehemann an. Ein grausames Lächeln, legte sich auf ihre Lippen.
Zitternd fand er seine Stimme wieder: „Nein, Nein so war das nicht. Du hast mich betrogen, warum hast du mich betrogen?“
„Ich? Dich betrogen? Du meinst wegen deiner missglückten Vasektomie?“
„Missglückt, woher willst du das wissen?“, Georg verstand nicht.
„Ja, deine Vasektomie ist misslungen ich weiß nun so einiges. Du bist der Vater meines Kindes. Zumindest warst du es, bis du dich dazu entschieden hast, mich und das Kind umzubringen. Ich glaube, als alleinerziehende Mutter bin ich besser dran.“
Maria schaute auf das Messer und auch Georg ging zu Boden.

Leider wurde ab dann, die Verbindung zu meinem Kind Maria immer schwächer und ich konnte nur noch sehen, wie sie im Licht des vollen Mondes im Meer badete. Es war so ein schöner Anblick, es würde ihr von nun an, an nichts mangeln. Ab und an hörte ich sie noch und wie sie mir nachts dankte. Dann eines Nachts schrie sie, ich erwachte wieder und hörte, wie ein neues Leben geboren wurde. Es war ein Mädchen. Sie nannte es Firena, nach mir. Ein größeres Geschenk, hätte sie mir nicht machen können. Zufrieden schlief ich ein. Aber wann immer etwas wichtiges im Leben meines Kindes und ihrer Tochter passierte, dachten sie an mich und ließen mich dran teilhaben.