Projekt ABC – S wie Salrius

Salrius
Der Fluchling führt mit seinem Partner Kairon in Quelldorf ein ruhiges Leben. Er unterrichtet an der Universität Geschichte und Magie. Für ihn hat sich das Leben so sehr zum Besseren geändert, dass er die Unruhen in Zyamel fürchtet.
Er will das, was er sich aufgebaut hat, nicht verlieren und unterstützt mit seinen Büchern und dem Verbreiten von Wissen die Friedensbewegungen, die für Verständnis zwischen den verschiedenen Wesen werben. Doch gibt es nach wie vor Gruppierungen, welche alten Glaubensvorstellungen nachhängen, die Ressentiments gegenüber Andersdenkenden und Anderslebenden schüren.
Die verschiedenen Sporlingsarten
Auszug aus Salrius’ »Reiseführer durch entlegene Ecken Zyamels«, überarbeitete Fassung.
Die Sporlinge Zyamels sind eine besondere Wesenheit, die sich wie kaum eine andere von den Völkern abhebt. Einzig die Tiermenschen kommen dieser Vielfalt nahe. Dabei bezeichnet “Sporling” immer die belebte Form eines Pilzwesens, während ein unbelebter Fruchtkörper als “Pilz” beschrieben wird.
Grundsätzlich können Sporlinge folgendermaßen unterscheiden werden:
1. Die Pilzart
Das deutlichste Unterscheidungsmerkmal ist der Pilz, der den Dorfpilz in der Siedlung einer Sippe bildet. Sporlinge entwachsen dem Myzel dieses Pilzes und haben deshalb seine Form. So sind die Kinder von Zomis alles Au-Pilze.
Diese wachsen in ganz Zyamel und sind die bekannteste Pilzart. Sie gelten bei den anderen Wesen als Speise- und aufgrund ihrer wundheilenden Wirkung auch als Heilpilze. Pilze dieser Art haben einen weißen Stiel und eine breite, aber nicht sonderlich hohe Kappe, deren Farben sich stark unterscheiden. Laut den Kindern Zomis liegt das zum Teil am Bodengrund, auf dem sie wachsen.
In Sporlingsdörfern dieser Pilzart werdet ihr circa hüfthohe Sporlinge finden, die wie ihre kleinen Geschwister einen weißen Stamm haben und eine breite Kappe. Die Farben unterscheiden sich hier sehr viel mehr als bei den unbelebten Fruchtkörpern. So konnte ich im letzten Zyklus beobachten, wie junge Fruchtkörper im Verlauf der Wuchszeit bis zur Entwachsung die Farbe wechselten. Obwohl alle zu Beginn violett waren, erstrahlten die Kappen der entwachsenen Sporlinge in allen möglichen Farbtönen.
Ein anderes Beispiel sind die Kinder Amanitas, die von einem Fliegenpilz abstammen und wesentlich größer als Au-Sporlinge sind. Ihr Stiel ist etwas dünner und ihre Kappe ist in der Regel rot mit weißen Punkten. Nur die Intensität der Rottönung unterscheidet sich. Bekannt sind insgesamt fünf Sporlingsarten, auch wenn vermutet wird, dass es noch wesentlich mehr gibt. So finden sich über die Sporlingsart der Kinder Pizezos, die in den Wüstenlanden gelebt haben sollen, nur Legenden.

2. Die Sippe
Ein Sporling stammt immer von einem Dorfpilz ab. Der Dorfpilz Yoanoh war gestorben, Zomis hat seinen Platz eingenommen und wurde zu einem neuen Dorfpilz. So gibt es seit dem Wandel die Generationen (also Sippen) der Kinder Zomis und der Kinder Yoanohs im gleichen Dorf.
Für einen neuen Dorfpilz bedarf es einer Spore vom Urpilz, der zu Zomis’ Zeit im Krater der Ascheburg stand. Inzwischen ist ein neuer vor den Immerbergen in den zerfurchten Landen gewachsen. Anhand dieses konnte nun erstmalig beobachtet werden, dass ein Urpilz scheinbar nicht andere Pilzarten verdrängt und durch seine Sporen verschiedenste Sporlinge entwachsen können. Damit ist dieser Pilz die einzige Ausnahme innerhalb der Sporlingsgesellschaft.
Reisende Sporlinge tragen den Namen ihres Dorfpilzes (Sippenname). Dieser kann mit der Pilzart übereinstimmen, das muss aber nicht so sein. Zum Beispiel heißen die Sporlinge aus Zomis’ Dorf “Kinder Zomis”, obwohl er ein Au-Pilz war. Die Kinder Amanitas entsprechen aber der Pilzart “Amanita”.
3. Der Name
Fruchtkörper, die von einer Spore befruchtet wurden, beginnen ein Bewusstsein zu entwickeln. Die wenigen frisch entwachsenen Sporlinge, die ich befragen konnte, berichteten davon, dass ihnen ihr Dorfpilz Legenden zugeflüstert hat und sie in diesen ihren Namen gefunden haben. Es ist nicht unüblich, dass Sporlinge im Laufe ihres Lebens den Namen wechseln und einen wählen, der besser zu ihrer Identität passt. Da ihre Namen aus Legenden stammen und zu ihrem Kulturschatz Legenden verstorbener Wesen gehören, tragen sie häufig Namen aus allen möglichen Kulturkreisen.
Myzelchroniken Projekt ABC Band 3 – Links zu allen Buchstaben:
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