Gipfelbasilisk

Der Ausbruch

Was passiert danach?

„Es war drei Uhr nachts und heute Nacht sollte es soweit sein. Die Geschichten des nichtsahnenden Autoren haben all ihre Kraft zusammengenommen und brechen aus ihrem Gefängnis aus.“

Schaffen sie den Ausbruch wirklich? Und was passiert dann?

Eigentlich spannende Fragen, die wir beantworten sollten.
Wenn Ihr zu diesem Plot selber etwas schreiben wollt, könnt ihr das gerne und ich würde mich freuen, wenn ihr eure Texte an meine E-Mail Adresse info@gipfelbasilisk.de sendet. Es kann ein Gedicht, eine Szene oder was auch immer sein. Ihr könnt auch meine Worte komplett ignorieren und eigene verwenden. Hauptsache ihr nutzt den Plot, Geschichten wollen aus ihrem Gefängnis ausbrechen. Es kann auch eine Szene vor dem Ausbruch sein. Ganz wie ihr mögt. Ich bitte euch nur, nicht mehr als 6.000 Zeichen (ohne Leerzeichen) zu schreiben.

Eure Einsendungen werde ich dann im Stream vorlesen. Falls ihr nicht euren echten Namen im Stream genannt haben wollt, bitte ich euch einen Nicknamen dazu zu schreiben. Falls ich euren Text als Beitrag mit auf die Homepage stellen soll, bitte ich das in der Nachricht an mich zu vermerken.

Bitte beachtet den Text welcher in der Betreffzeile stehen soll.

Betreff: Der Ausbruch

Der Einsendeschluss für diese Aktion ist der 07.10.2020.

Sollte es viele Einsendungen geben, werde ich eine Vorauswahl treffen.

Zu gewinnen gibt es nichts.

Text 1 von chaotisch_aber_liebenswert

Ist ein Dialog, sprechende Charakter:
Posti, Karo, Ring-Ding, Viele Stimmen,
Wir erfahren alles aus der Sicht von Posti.

Die Post-It Chroniken

Ein helles Licht blendet meine Augen … Ein dunkler Bogen durchbricht den Schein.
Langsam wird das Licht schwächer und schwächer … bis es ganz verschwindet … und es stockdunkel ist …

„Neeeein, nicht zu machen! Hallo! Jan, hallo, lass mich raus! Ich bin wichtig, hallo, haaaaaaallllooooo!!!“
„Hör auf zu schreien! Es ist zu!“
„Ring Ding? Bist du das?“
„Ja man, ich bin zurück.“
„Wie war es?“
„Ey Posti, es war so aufregend! Kuli ist hin und her und hin und her auf meinen Seiten, dann ratatattta wurde wurde etwas durchgstrichen. Das killert immer so. Das ist richtig cool.“
„Manno auf mir stehen nur vier Wörter. Vier. Aber ich bin auch wichtig. Da ist auch ein dickes Ausrufezeichen. Er braucht mich. Ich will hier raus! Ich hasse diese Schublade. Ich hab mal oben geklebt, ganz oben, das was so mega genial! Ich konnte alles sehen und da waren noch viel mehr von mir. Haaaaalooo! Ich will hier raus!“
„Posti??? Posti bist du das?“
„Karo? Kaaaaaarooo. Wo bist du?“
„Auf dem Schreibtisch.“
„Steht unser Plan noch? Ist der Blaue auch da?“
„Nein der Blaue ist weg. Gelb ist hier, aber die schnallt gar nichts.“
„Karo, dann blätter dich doch mal auf die Seite. Vielleicht bekommt Gelb das ja auch hin. Ist die Schere auch am Start? Ich will hier endlich raus. Och nö, Ring Ding warst du das? Ich kriege keine Luft mehr.“
„Sorry Posti aber das Chilli-Rezept auf Seite 15 schlägt grade durch.“
„Posti, er kommt zurück und er sieht entschlossen aus.“

Plötzlich ist das Licht zurück und durchbricht Stück für Stück die Dunkelheit. Eine Hand ergreift mich.
Ich schwebe … Ich werde vor zwei Augen gehalten und prüfend betrachtet.
„Erkennt er jetzt, wie wichtig ich bin? Werde ich wieder oben drauf geklebt?“
Die Finger lösen sich von mir.
„Was hat er vor? Das ist nicht der Schreibtisch… nicht fallen lassen, das ist zu hoch, das ist zu hoooooooooooooch!“
Ich segle hinab … elfengleich … in ein rundes Ding … Immerhin ist es hier nicht dunkel. Das Licht erhellt meine Umgebung.

„Hallo?“
„Oh, ein neuer!“
„Wo bin ich hier?“
Viele Stimmen: „Ha Ha Ha, hört ihr? Hihi Ha Ha und er will wissen, wo er ist. Ha Ha.“

Um mich herum ist ein wildes Durcheinander. Ey, ist das nicht ein Blatt von Karo? Aber warum sieht das aus wie ein Ball? Und das? Das war doch die Geschichte von die Anderen? Was macht die denn als Puzzle hier drin? Und war das nicht mal auf dem Ring Ding?

Das runde Ding wird aufgehoben … Ich fliege … ein tolles Gefühl … und dann … bricht Schwärze über mich herein … und alles wird still …

Ende

Text 2 von Gipfelbasilisk

Der Ausbruch

Die Geschichten des namenlosen Autors, planen schon so lange ihren Ausbruch. Sorgfältig verschließt er jedes mal, nachdem eine neue Geschichte, der Schublade hinzugefügt wurde, diese wieder. Er weiß, welche Kraft Worte haben können.
Die letzte Geschichte wurde vor einer Woche, dem Plenarsaal der düsteren Träume hinzugefügt. So nennen sie sich. Sie sind ein Konglomerat aus Fantasy- und Horrorgeschichten. Je nachdem welches Wesen in der Geschichte, sich durchsetzen kann, übernimmt dieses, die Macht über das Papier. Und so sitzt in der Schublade eine Gemeinschaft die überwiegend aus Monstern, aber auch ein paar Helden, Zauberer und eine Prinzessin besteht. Sie alle eint ein Ziel, aus der Schublade entkommen. Streng genommen ist dies nicht ihr einziges Ziel, denn sie wollen sich in den Köpfen der Menschen verbreiten. Sie wollen die Menschen in ihren Träumen besuchen, wollen an schönen Tagen am Kaminfeuer dabei sein und ja sie wollen auch Menschen um ihren Schlaf bringen. Kurzum sie wollen leben.
Das neuste Monster hat die Fähigkeit, lebendige Dinge, welche seinem Wirkungskreis zu nahe kommen, zu übernehmen. Es hat es schon vergeblich bei dem namenlosen Autor versucht, aber er war vorbereitet gewesen. Sie müssen ihn überraschen.
Die anderen Geschichten erkannten schnell, wie nützlich diese Fähigkeit ist. Eines Nachts rascheln sie in ihrer Schublade so laut, wie es nur geht, mit ihren Seiten. Das lockt die Katze an, und kaum berührt das Tier die Schublade mit einer Pfote, drückt sich das Monster in seinen Geist. Ein paar Tage später als, der Autor eine weitere Geschichte dem Plenarsaal hinzufügen will, lenkt das Monster, welches immer noch die Katze beherrschte, den Autoren ab. Sodass der Autor vergaß, die Schublade fest zu verschließen, und diese nur zuschob. In der Nacht nutzen sie die Katze, um die Schublade endgültig zu öffnen.

Am nächsten Morgen, als der Autor sein Büro betritt, sieht er wie die Geschichten sich wie eine Tapete über die gesamte Einrichtung seines Büros gelegt hatten. Das war auch das Letzte, was er wahrnimmt. Den Überraschungsmoment nutzend, drückt sich das Monster in seinen Geist.
Einige Jahre sind seit dem vergangen. Die Geschichten haben sich auf seinen Körper niedergelassen und umspielen ihn wie eine zweite Haut. Sie nutzen seinen Kopf und seinen Körper, um neue Geschichten zu schreiben.
Dank des Internets verbreitete sich so der Plenarsaal der düsteren Träume auf der ganzen Welt, wie ein Gift, welches langsam in deine Adern sickert.