Gipfelbasilisk

Der Frühjahrsputz

von Khoradaan

Der Jahreswechsel war vor kurzem vollzogen worden. Marietta schaute sich in ihrer Wohnung um, es war Zeit, endlich einmal von Grund auf auszumisten.
Mutig nahm sie sich einen Müllbeutel und fing an.
Lust hatte sie keine aber es musste gemacht werden. Je eher sie anfing, desto eher würde sie fertig. Sie nahm sich Besen, Kehrblech und Lappen, ging ins Erdgeschoss ins Wohnzimmer und fing an.
„Hier siehts ja aus!“ Überall lag irgendwas herum. „Uhh das wird dauern“, seufze sie und fing an. Das Wohnzimmer sah wirklich aus wie nach einer misslungenen Bombenentschärfung. Sie putze die Fenster, staubsaugt den Boden und begab sich dran die Couch zu machen.
„Wo ist eigentlich Jan? Der könnte mir ruhig helfen“, dachte sie grade an ihren Sohn. Geteilte Arbeit ist schließlich halbe Arbeit. Sie ging hoch ins Obergeschoss und ging in sein Zimmer, was aber leer war. Sein Zimmer könnte auch mal eine Reinigung vertragen. Überall lag Kleidung herum; Poster hingen halb ab von den Wänden. Seine PC-Ecke sah noch schlimmer aus.
„Komisch; normalerweise macht er einen Riesenkrach, wenn er aufsteht oder das Haus verlässt. Wo ist er bloß?“, dachte sie sich. Sie rief 2x, nach ihm aber es kam keine Antwort. Aus den Augenwinkeln blitze was auf.
In seiner Bücherecke glänzte ein roter Edelstein. Sie ging zum Stein und hebte diesen auf. Als sie sie den Stein berührte, dachte sie für einen kurzen Moment, seine Stimme aus dem Stein zu hören.
Sie schüttelte den Kopf und nahm ihr Handy und rief ihren Sohn auf dem Handy an. Es nahm jemand ab, aber es war nicht der Sohn.
„Ja?“, klang es am anderen Ende. „Jan? Wo ist Jan, mein Sohn? Wer ist da?“
„Ich bin Louis. Jan ist grad bei mir am Duschen. Ich sag ihm bescheid, dass er sie zurück ruft.“ Danach endete das Gespräch. „Luis…den Namen hat Jan schonmal erwähnt. Sie sind wohl erst seit kurzem Freunde. Sie kennen sich wohl aus einer Rollenspielgruppe.“
Sie dachte sich erstmal nichts weiter dabei und räumte noch etwas weiter auf.

Nach einer Weile klingelte es an den Haustür. Die Mutter ging zur Tür und öffnete sie. Ein Junger, schlanker Jugendlicher, in schwarz gekleidet stand vor ihr. „Ja bitte?“
„Hallo ich bin Luis. Jan schickt mich, um sein Handyladegerät und 2 Bücher zu holen“. Er konnte leider nicht zurückrufen, da sein Handy leer ist und ich keines besitze. Ich stehe mehr auf Bücher und so. Darf ich hereinkommen?
Die Mutter schaute ihm in die Augen. Seine Augen … da war irgendwas … irgendwas … kurz benebelte sagte sie „Ja.“
Luis kam herein und die beiden gingen nach oben. Luis ging zur Bücherecke und nahm 2 Bücher.
„Ach sagen Sie mal …. haben sie zufällig einen roten Kristall gefunden? Er glitzert im Licht.“
Unbemerkt griff sie mit einer Hand ihrer Tasche und griff nach dem Kristall … er fühlte sich warm an.
„Ich .. nein …. wer sind Sie“
„Das sagte ich doch … Luis .. ein Freund von Jan.“
Die Mutter fühlte sich benommen. „Nein“, dachte Sie .. irgendwas stimmt hier nicht und torkelte rückwärts. Danach erschrak sie. Luis Gesicht wurde blass, die Augen schwarz und Rauch kam aus seinem Mund.
„Dann halt auf die harte Tour“, schrie Luis.
Die Mutter sah nur noch wie etwas, was menschlich aussah, auf sie zustürmte. Danach wurde es dunkel.
Als die Mutter wieder aufwachte, war alles in Grün eingetaucht; sie, die Umwelt, alles. Dann merkte, dass sie in einem Gefängnis aus Glas war. Sie schaute raus und sah Jans Zimmer. Sie lag auf dem Boden. Alles wirkte zu groß. Dann wurde das Kristallgefängnis erschüttert und sie „flog“ nach oben. Sie wurde gedreht und sah dann einen anderen Kristall. In dem Kristall war jemand.
Sie konzentrierte sich und erschrak; es war Jan.
„Was ist hier los?“, weinte und schrie sie. Der Kristall mit ihr drin wurde erneut gedreht und sie schaute nun in ein übergroßes Gesicht. Es war das von Luis. Er lacht hämisch.
Er schaut die beiden an.
„Und so beginnt es“, lachte Luis laut ….. Luis Cypher ….. Luzifer.