Cover Marie Meier - Seelengrube - Der letzte Schlüssel Band 1 - Auf blauem Nachthimmel hintergrund 5 Sterne

Rezension Marie Meier – Seelengrube – Der letzte Schlüssel 1

Einleitung

Puh, ich habe mich ja echt angestrengt, das Haar in der Suppe zu finden, aber ich liebe auch dieses Buch zu sehr, um eines zu finden. Vorab: Ich habe das Buch selbst gekauft und wurde nicht aufgefordert, diese Rezension zu schreiben.

Ihr wisst, ein Buch bekommt bei mir volle Punktzahl, wenn es mich unterhalten hat, weil mehr muss ein Buch für mich nicht erfüllen. Hier geht das leider nicht, weil diesem Buch 5 von 5 Sternen zu geben fühlt sich für mich falsch an. Es hat meine Erwartungen definitiv übertroffen und verdient deshalb mehr als 5 Sterne. 

Cover vom Buch Seelengrube von Marie Meier - Monster das dunkel eine futuristische Stadt überragt.

Seelengrube
Der letzte Schlüssel – Band 1

»Zum ersten Mal war ihr Problem nicht, dass sie zu wenig wusste. Das war in den einunddreißig Jahren davor der Fall gewesen. Sie war hier, weil sie zu viel wusste.«

ISBN: 978-3-912037-00-5
Seitenzahl: 340
Altersempfehlung: 16 Jahre
Preis Taschenbuch: 14,99 €
Preis E-Book: 5,99 €

Klappentext

Jule wurde mit dem Ruf geboren – der kosmischen Gabe, Materie mit dem Willen zu formen. Doch trotz ihrer langjährigen Ausbildung an der Zitadelle von Arges gelingt es ihr nicht, etwas aus ihrem Talent zu machen. Als Beschwörerin taugt Jule nicht viel, und so stellt sie sich auf eine schnöde Beamtenkarriere und gemütliche Pizzaabende ein. Ein Auftrag der Zitadelle bringt ihre Pläne allerdings durcheinander: Jule wird von intergalaktischen Rebellen entführt und landet mit einem schnippischen Monster im Kerker. Statt sie zu fressen, verbündet es sich mit Jule und macht ihr ein verlockendes Angebot. Bald schon ist Jule die argesische Geheimpolizei auf den Fersen, und die Götter selbst verwickeln sie in ein tödliches Spiel aus Intrigen, Lust und geheimnisvollen Mächten.

Die Welt

Ich wurde von Maries Geschichte in eine Welt gesogen, die mehr als grausam zu den Menschen ist, die in ihr leben. Selbst in der Oberschicht haben Bewohner Arges keine Ruhe, da sie dort sehr direkt den Machtkämpfen der Götter ausgesetzt sind. Also schon mal keine Welt, in der ich leben wollen würde, aber definitiv eine, die mich fasziniert. Das liegt primär am Magiesystem und der Verbindung von Fantasy und Science-Fiction. Mit letzterem habe ich immer meine Probleme, aber dieser Roman hat für mich trotz der Science-Fiction-Anteile funktioniert. 

Funkenflug – Der letzte Schlüssel – Band 2 erscheint am 06.05.2026

Ihr wollt mehr über Band 2 erfahren? Marie Meier ist am 06.04.2026 ab 18 Uhr in meinem Stream zu einem weiteren Gipfelbasilisk trifft … zu Besuch und wird über Band 2 sprechen!

Magie und Protagonistin Teil 1

Magie ist etwas, das aufwendig erlernt werden muss, und Menschen, die mit dem Ruf geboren werden, haben zu verschiedenen Aspekten der Magie Affinitäten, wodurch andere für sie schwerer zu erlernen sind. Wie sich rasch herausstellt, hat die Protagonistin, mit ihrem Zugang zur Magie zu knapsen, was zu Problemen führt, aber auch zu wunderschönen Erfolgserlebnissen, wenn dann doch etwas gelingt. Hierbei muss betont werden, dass Jule nicht die klassische Fantasyheldin ist. Sie hat Probleme und ist vor allem nicht mehr im Teenageralter. Mit 31 Jahren hat sie schon einiges erlebt und hat Vorlieben, auch was die Arbeit angeht. Das wird deutlich dargestellt und hat auch Gewicht. Neues zu lernen, was sie muss, um voranzuschreiten, bereitet ihr Probleme und ist plotrelevant. Ja, sie legt eine rasante Entwicklung im Buch hin, aber eine glaubhafte. Ich habe das Buch in drei Lesesessions zu Ende gelesen. Die Heldinnenreise von Jule von einem Käfig in den nächsten hat sich flüssig weggelesen und war für mich ein absolut spannender Pageturner. Hätte ich mehr Zeit gehabt, hätte ich das Buch definitiv deutlich schneller gelesen. 

Essen und Details

Marie spart auch in diesem Roman nicht an Essensbeschreibungen und kleinen Details, die die Welt so viel lebhafter machen. Trotz der Gewalt und der Schwere der Themen, die dieser Roman anspricht, ist das Buch kein Downer. Immer wieder holen einen Hoffnungsschimmer, positive Erlebnisse der Protagonistin und die vielen liebevollen Details aus den schweren Situationen und Gefühlen heraus. Sie hält eine optimale Balance, ohne Dinge zu beschönigen. Ich hoffe, dass es im nächsten Band so weitergeht, denn die Fallhöhe ist mit dem Finale des Romans nur deutlicher gestiegen, und ich kann es kaum erwarten, mich in den nächsten Abschnitt von Jules Abenteuer zu stürzen.

Marie schreckt in diesem Roman nicht vor neuen Begriffen zurück, in die sich die lesenden Personen erst einmal einfinden müssen. Das macht sie meines Erachtens aber so geschickt, dass es sich nach wenigen Seiten verliest und mir neue Begriffe zwar auffallen, ich sie aber rasch einordnen kann. Hierbei muss noch die geniale Ausstattung des Buches erwähnt werden. Denn Tattoos zeigen Ränge von magiewirkenden Menschen an. Dieses Rangsystem wurde immer wieder durch Bilder illustriert und beschrieben, sodass auch das sehr einfach und im Lesen präsent ist. Auch die beschriebene Kleidung ist an einigen Stellen im Buch illustriert und sorgt zumindest bei mir dafür, dass ich mir die Welt noch lebhafter vorstellen kann.

Protagonistin Teil 2

Jule ist eine Protagonistin, die vereinzelt sehenden Auges in ihr Verderben läuft. Oft gefühlt auch die falschen Fragen oder Schlussfolgerungen stellt. Aber sie hat ein Ziel und will das, komme, was wolle, erreichen. Mich hat das absolut nicht gestört, im Gegenteil, durch ihre Patzer konnte ich Dinge über die Welt und das soziale Gefüge erfahren, ohne dass es ein Infodump wurde. Ja, wir als Lesende sehen stellenweise Fallen. Dadurch, dass Jule sich aber auch auf unbekanntem Terrain bewegt, empfinde ich auch diese Handlungen als absolut glaubhaft.

Wenn ihr mehr über Marie und ihre Bücher erfahren wollt: Sie war schon im Februar bei mir zu Gast zu ihrem Roman Lunarcoast.

Autorinnenportrait in schwarz/weiß von Marie Meier

Spice

Ein letzter Punkt, den ich ansprechen muss, ist der Spice. Ja, Spice ist ein Thema, das liegt aber auch an der Gesellschaftsform, weil er nicht mehr notwendig ist zum Arterhalt und deshalb belächelt bis abgelehnt wird. In diesem Roman wird er meist nur erwähnt, wenn es um soziale Gefüge und die Gesellschaft geht, bis auf in einer ausgeschriebenen Szene, die a sehr kurz ist, b in den Roman passt und c weich überblendet wird. Sprich: Wenn ihr dieses Thema in Romanen nicht so gerne lest, ist dieses Buch dennoch für euch geeignet. 

Fazit

Von mir bekommt dieses Buch eine absolute Leseempfehlung, schaut bitte nur auf die Content Notes. Diese hat Marie auf ihrer Homepage eingepflegt, sodass ihr vorab schauen könnt, ob das Buch etwas für euch ist. https://mariemeier.com/seelengrube-hinweise-zum-inhalt/

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner