Recap: Was passiert danach? Release-Stream
Nach mehr als anderthalb Jahren war es am 7. Juli 2025 endlich so weit – die Anthologie »Was passiert danach? – Dualität.« hatte endlich ihre Veröffentlichung. Das gesamte Team hinter dem Werk hat sich darum abends zu einem Release-Stream getroffen und gefeiert. Ich hab die Gelegenheit ergriffen und allen ein wenig auf den Zahn gefühlt. Erfahrt hier alles zu meinen Autor*innen, ihrem Schreiben und ihren Geschichten. Zudem gibt es noch einige spannende Anekdoten aus der Zusammenarbeit mit meiner Illustratorin, Lektorin & Korrektorin. Jetzt weiterlesen!
Table of Contents
- Ein Stream im Podcast-Format
- Asteria Rabenfeder
- Stef Helmel
- beschaulich
- Christina Brühl
- Andreas Röger
- Palandurwen
- Inge SaintLaurent
- Katharina Jörn
- Kommafalter
- Nadine Föhse
- Carolin Summer
- Fazit
Ein Stream im Podcast-Format
Der Abend war für mich maximal aufregend, ich hatte noch nie mit so vielen Menschen gleichzeitig gestreamt und dabei dann auch noch die Moderation inne. Damit aber noch nicht genug – denn aus technischen Gründen klappte die Übertragung mit Kamerabild nicht und wir mussten kurzfristig das Ganze als Podcast aufnehmen.
Ich muss aber gestehen, dass das für mich am Ende ein Glück war. Wenn die Kamera an ist, kontrolliere ich sonst das Bild regelmäßig, was schon ablenkend ist. So konnte ich mich aber ganz auf die Menschen konzentrieren, die ich zu Gast hatte.
Und das lohnte sich sehr, denn alle Autor*innen der Anthologie und das ganze Team sind einfach grandios gewesen. Ohne euch wäre dieser Abend nicht so toll gewesen und – wie ich schon im Stream sagte – ich bin sehr stolz auf das, was wir gemeinsam erschaffen haben.
Jetzt aber los – tauchen wir ein in die Interviews!
Asteria Rabenfeder
Nach der Begrüßung war meine erste Interviewpartnerin Asteria Rabenfeder. »Etwas Neues« ist die erste Geschichte im Buch und ich freue mich sehr, dass Asteria auch noch direkt mit ihrem ersten Text, den sie je eingesandt hatte, in die Anthologie gewählt wurde. Denn die Zuschauenden entschieden ja darüber, welche Geschichten veröffentlicht würden.
Die Newcomer-Autorin schreibt aber nicht nur Kurzgeschichten, sondern arbeitet auch gerade an einem Fantasy-Projekt, bei dem sie aber überlegt, es noch einmal komplett neu zu schreiben. Mehr wird jedoch nicht verraten. Ein Prozess, den viele Autor*innen kennen.

Asteria ist durch ihren Partner DrFordPrefect (Twitchname) beim Was passiert danach? gelandet. Laut ihr brauchte es einige Überzeugung, bis sie sich wirklich traute, einen Text auch einzusenden. Doch Geschichten begleiten Asteria schon ihr Leben lang. Bereits sehr früh hat sie sich, da sie noch nicht lesen konnte, Comics in der Bibliothek ausgeliehen. Nach einer Lesepause brachte »Märchenmond« von Wolfgang Hohlbein sie aber wieder zurück zum geschriebenen Wort. Fortan wuchs ihre private Bibliothek stetig. Auch beruflich arbeitet sie mit Büchern. Als Erzieherin hat sie eine Zertifizierung zur »Lotsin auf dem Weg zur Bücherwelt« gemacht und bringt kleinen Menschen die schöne Welt der Bücher nahe. Zudem arbeitet sie ehrenamtlich in der Bibliothek, in der sie sich als Kind bereits Bücher geliehen hatte.
Zu ihrer Anthologie-Kurzgeschichte verrät sie, dass sie erst begonnen hatte, einen Fantasytext zu schreiben, aber Zufälle und die Kinder im Kindergarten haben sie dann zu ihrer Erzählung »Etwas Neues« inspiriert.
Speeddating
- Nenne 3 Worte, um die Anthologie zu beschreiben!
Unglaublich, vielseitig, großartig. - Was war die größte Herausforderung für dich an dem Projekt?
Auf »senden« zu klicken. - Plotter oder Pantser?
Pantser. - Sprachnachricht oder Textnachricht?
Aber sowas von Textnachricht! - E-Book oder Print-Ausgabe
Print. - Dein liebstes Kinderbuch?
»Das schneeweiße Kätzchen«
Weitere Informationen zu Asteria findet ihr hier: https://gipfelbasilisk.de/autorinnen-vorstellung-wpd-asteria-rabenfeder
Stef Helmel
Stef Helmel hat als eine von zwei Personen drei Geschichten in der Anthologie platziert. They lebt in Wien und hat Ur- und Frühgeschichte studiert, kann aber wegen einer Augenerkrankung in diesem Beruf nicht arbeiten. Stef schreibt, weil das eine Arbeit ist, die Spaß macht und der Stef noch gut nachkommen kann.
Die Inspiration zur Geschichte »Herrin des Eisens« ist eng mit dem eigenen Lebenslauf verwoben. Hier flossen Erfahrungen und Wissen aus dem jahrelangen Studium ein und als Inspiration für einen Charakter diente eine Freundin, die Stef an der Universität kennengelernt hatte. Diese veranstaltete in jedem Jahr eine Halloween-Party, weswegen es nahelag, sie in einer gruseligen Story zu erwähnen.

Die Frage, wie they zur Archäologie gekommen ist, beantwortet Stef folgendermaßen: Das Interesse für derlei Themen, beginnend wie bei vielen mit den Dinos, war schon sehr früh da. Das hat sich im Leben dann verändert und ist gewachsen. In der Schule war they wohl nie so gut, das Studium wiederum ist Stef sehr leicht gefallen. Endlich wurde sich mit wirklich interessanten Themen auseinandergesetzt! Römer mag Stef dennoch bis heute nicht.
Beim Schreiben ist they wichtig, dass gesellschaftskritische Themen eingebaut werden, denn Kunst war schon immer ein Werkzeug für Gesellschaftskritik. Stef selbst sind auch aus eigenem Interesse queerfeministische Themen wichtig. They schreibt aber nicht nur Kurzgeschichten. Das Romandebüt erscheint 2026 zum Pride Month: queere Romance mit Transperson als Hauptfigur. Es liegt zudem schon eine fertige Fantasy-Trilogie bereit, für die they zurzeit nach einem Verlag sucht.
Speeddating
- Nenne 3 Worte, um die Anthologie zu beschreiben!
Spannend, gemeinsam, neu. - Was war die größte Herausforderung für dich an dem Projekt?
Das Zeichenlimit. - Plotter oder Pantser?
Pantser, total, immer! - Sprachnachricht oder Textnachricht?
Textnachricht, auch wenn ich sie oft nicht gut lesen kann. - Magier*in oder Dieb*in oder Krieger*in?
Krieger*in, auf jeden Fall – immer feste drauf! - Lieblingsthema aus der Frühgeschichte?
Bronzezeit – weil da die Funde schon deutlicher und erkennbarer sind und es einfach mehr zum Untersuchen gibt.
Weitere Informationen zu Stef findet ihr hier: https://gipfelbasilisk.de/autorinnen-vorstellung-stef-helmel
beschaulich
Einmal kurz am Rande, das habe ich bislang nicht erwähnt. Die Autorin wird auf eigenem Wunsch kleingeschrieben, weil es sich falsch anfühle, das Wort großzuschreiben. Beschaulichist ein kreativer Mensch: Sie liest, fotografiert, malt und schreibt – allerdings ist hier für sie häufig die Einstiegshürde sehr hoch. Manchmal fehlt Energie für einen Spaziergang, das Licht passt nicht oder Ähnliches. Seit einigen Monaten ist sie mit ADHS diagnostiziert, was auch vieles in ihr angestoßen hat. Zudem hat ihre Arbeit mit behinderten Menschen immer mehr Raum eingenommen. Schreiben ist darum momentan ihr Fokus. Das kann sie, ohne erst Stifte spitzen zu müssen oder auf den Akkustand der Kamera zu achten.

Beschaulich schreibt aber auch, um eine Spur auf der Welt zu hinterlassen. Sie überlegt schon länger aufgrund von Erfahrungen in ihrer Arbeit, Geschichten in einfacher Sprache zu verfassen. Ein Punkt, den unsere Gesellschaft noch immer nicht ernst genug nimmt. Nur weil in einem Text komplexe Worte verwendet werden, wird er dadurch nicht schlauer. Im Gegenteil. Komplexe Schreibweisen verhindern, dass ein großer Teil der Menschen Zugriff auf die Geschichten unserer Welt bekommt.
Die beiden Anthologie-Texte von beschaulich behandeln die Themen Tiere und Klimawandel, zwei Bereiche, die sie schon lange begleiten und die ihr genauso am Herzen liegen.
Speeddating
- Nenne 3 Worte, um die Anthologie zu beschreiben!
Reise, fantastisch, gefühlvoll. - Was war die größte Herausforderung für dich an dem Projekt?
Zeichenvorgaben – meine Geschichten sind meist zu kurz, statt zu lang. - Plotter oder Pantser?
Plotter. - Sprachnachricht oder Textnachricht?
Audio. - Buchverfilmungen – ja oder nein?
Oha – ja. Harry Potter und der Gefangene von Askaban. - Lieblingszimmerpflanze?
Efeutute, aber auch Hoya und Bogenhanf ist auch super, aber Tuten sind so tolle Pflanzen und einfach einfach! (Anmerkung: Aufgrund der Frage, haben wir uns ein wenig im Gespräch über Pflanzen verloren.)
Weitere Informationen zu beschaulich findet ihr hier: https://gipfelbasilisk.de/autorinnenvorstellung-wpd-beschaulich
Christina Brühl
Christina Brühl ist schon sehr lange beim »Was passiert danach?« dabei. Damals hatte Christina gerade erst mit dem Verfassen von Geschichten auf Deutsch begonnen und wollte sich daran üben, weshalb bald schon die Entscheidung gefallen war, an dem Projekt teilzunehmen.
Der erste eingereichte Text handelte von einem Wolf und einer Hexe, die nach einem Vertrautentier sucht. Aus dieser Geschichte ist inzwischen ein ganzes Romanprojekt erwachsen, das gerade in der Überarbeitung ist und, wenn alles gut geht, 2026 im Selfpublishing veröffentlicht werden soll.

Die Autorin schreibt schon sehr lang. Es gibt zum Beispiel eine Kiste, in der ihre wahrscheinlich früheste Erzählung ruht, die in der dritten Klasse geschrieben worden ist. Seit dem verfasst Christina alle möglichen Textarten – wichtig ist, dass die Geschichten aus dem Kopf herauskommen und geteilt werden können.
Gerade bei Kurzgeschichten ist sie Hardcore Pantser, weshalb sie nicht wirklich sagen kann, was sie zu ihrem Text die »Stadt der Träume« inspiriert hat. Neben diesem hat sie zwei weitere in der Anthologie. Sie ist auch die einzige Autorin, die an allen Aufgabenstellungen teilgenommen hat – eine beeindruckende Leistung.
Speeddating
- Nenne 3 Worte, um die Anthologie zu beschreiben!
Tief, sozialkritisch, queer. - Was war die größte Herausforderung für dich an dem Projekt?
Die Menge an KGs, die in einem Jahr geschrieben wurden. - Plotter oder Pantser?
Pantser. - Sprachnachricht oder Textnachricht?
Textnachricht. - Belohnung: Bücher oder Essen?
Essen. - Lieblingstrope zum Schreiben und/oder Lesen?
Enemies to Lovers – für beides.
Weitere Informationen zu Christina findet ihr hier: https://gipfelbasilisk.de/autorinnenvorstellung-christina-bruehl
Andreas Röger
Andreas ist Science-Fiction-Autor und veröffentlicht im September seinen Debütroman »Strahlende Stadt« – übrigens: Kommafalter hat auch hier das Lektorat übernommen, Wanderkraehe das Cover designt und ich habe den Buchsatz beigesteuert. Eine Art Mini-Revival aus der Zusammenarbeit bei der Anthologie.
Die »Strahlende Stadt« ist das trügerisch sichere Zentrum der zukünftigen Zivilisation, in der eine Zweiklassen-Gesellschaft existiert. Die Geschichte handelt von Kriminalleutnant Janus Tarchtel, der nach seiner Verbannung in einen Mordfall verwickelt wird, der ihn und seine Kollegin vor große Herausforderungen stellt. Das Buch erhaltet ihr in verschiedenen Auflagen direkt beim Autoren auf der Buch Berlin.

Seine Kurzgeschichte in der Anthologie ist etwas anders in das Buch gekommen. Nach dem ursprünglichen Einsendemonat April hat ihn der Traumplot nicht losgelassen. Darum hat Andreas die Gelegenheit ergriffen und den Text noch etwas überarbeitet, um ihn bei der sogenannten »Zweiten Chance« erneut einzureichen, wo er dann das Publikum endgültig überzeugte.
Wenn ihr die Geschichte lest, werdet ihr Parallelen zwischen dem Kurztext und dem Roman finden. Jedoch sind beide Texte unabhängig voneinander lesbar und teilen sich nur die Inspiration. Davon hatte Andi zum Glück durch die Wpd?-Aufgabenstellung und seinem eigenen, ausgefeilten Weltenbau mehr als genug!
Speeddating
- Nenne 3 Worte, um die Anthologie zu beschreiben!
Herausforderung, Überwindung, großartig. - Was war die größte Herausforderung für dich an dem Projekt?
Den ersten Satz der KG zu schreiben. - Plotter oder Pantser?
Plotter. - Sprachnachricht oder Textnachricht?
Definitiv Textnachricht. - Zum guten Buch: Tasse Kaffee oder Glas Wein?
Eine Tasse Kaffee. - Lieblingsdienst an den Katzen?
Ihnen Essen zu geben, weil ich dann eine kurze Zeit Ruhe hab?
Weitere Informationen zu Andreas findet ihr hier: https://gipfelbasilisk.de/autorinnen-vorstellung-andreas-roeger
Palandurwen
Palan begleitet meinen Stream nun schon sehr lange. Uns verbindet die Liebe zu Märchen und ihr »Mann im Mond« zählt zu einem meiner liebsten »Was passiert danach?«-Texte, die jemals eingereicht wurden. Seit 2022 nimmt sie bereits teil und reicht immer wieder Geschichten ein, die sich mit Märchen auseinandersetzen.
In ihren Texten findet sich aber auch immer wieder das Thema Mental Health. So arbeitet sie zurzeit, mal mehr, mal weniger an einem Projekt, das unter dem Arbeitstitel »Mental Health Märchen« läuft.

Ihre Kurzgeschichten in der Anthologie »Familien B(r)uch« und »Was die Angst dich finden lässt« sind jedoch eher dem Genre Slice of Life zuzuordnen. Sie handeln vom Ausbrechen und vom Hinterfragen von Konventionen.
Im Gespräch hat Palandurwen zudem noch erwähnt, dass das Wpd? sie vor einigen Jahren nach langer Pause wieder zum Schreiben motiviert hat. Ich muss gestehen, ich war etwas gerührt, weil das genau der Grund ist, warum ich dieses Projekt nach so langer Zeit noch fortführe.
Speeddating
- Nenne 3 Worte, um die Anthologie zu beschreiben!
Ermutigend, inspirierend, Gemeinschaft. - Was war die größte Herausforderung für dich an dem Projekt?
Mir selbst zu vertrauen - Plotter oder Pantser?
Pantser mit leichten Plantser-Allüren. - Sprachnachricht oder Textnachricht?
Kommt aufs Gegenüber an, ich akzeptiere, wenn Menschen das nicht mögen – also beides. - Kurzgeschichte oder Roman (zum Schreiben und/oder Lesen)?
Schreiben: KG; Lesen: beides. - Lieblingsthema zum Schreiben?
Gefühle und Märchen sowie Mental Health.
Weitere Informationen zu Palandurwen findet ihr hier: https://gipfelbasilisk.de/autorinnen-vorstellung-palandurwen
Inge SaintLaurent
Inge war an diesem Abend leider verhindert und konnte nicht am Interview teilnehmen.
Ihre belletristischen Texte zeichnen sich durch eine enge Verbindung zur Poesie aus. Ich liebe die Art, wie sie abstrakte Elemente in ihr Geschriebenes einbaut und Kunst auf verschiedensten Ebenen auslebt. Sie hat in diesem Jahr in »Basement Tales« (The Dandy is Dead Verlag) einen Text veröffentlicht, der so toll geschrieben ist, dass ich die Szene sehr deutlich vor Augen habe, und ich liebe den Plottwist einfach, den sie eingebaut hat.

In ihrer Kurzgeschichte in der »Was passiert danach?«-Anthologie findet sich ein Lied, das beschreibt, was passiert, wenn die Protagonistin die Sterne sieht. Für die Erzählung hat Inge zudem digital zwei Kostüme designt. Bilder davon könnt ihr auf ihrem Instagram-Kanal sehen. Der Text war in jüngster Vergangenheit auch in einem Kunstwerk eingebunden, das im Rahmen einer Kunstausstellung zu sehen war.
Speeddating
- Nenne 3 Worte, um die Anthologie zu beschreiben!
Einzigartig, Gemeinschaft, Chance. - Was war die größte Herausforderung für dich an dem Projekt?
Keine Herausforderung, eher Angst, dass ich irgendwen von euch, besonders dich, enttäusche. Denn ich bin etwas verpeilt und es war ja meine erste Geschichte. Wie klappt das mit dem Lektorat usw. – die ganzen Abläufe waren mir ja noch nicht bekannt. - Plotter oder Pantser?
Eindeutig Pantser. - Sprachnachricht oder Textnachricht?
Textnachricht, niemals Sprachnachrichten, ich sag’ immer: »Mein Handy kann das nicht.« - Prosa oder Poesie (zum Schreiben und/oder Lesen)?
Beides, je nachdem, wie ich so gelaunt bin, sowohl zum Lesen als auch Schreiben. - Lieblingshobby?
Sport mit High Heels 😉
Weitere Informationen zu Inge findet ihr hier: https://gipfelbasilisk.de/autorinnen-vorstellung-inge-saintlaurent
Katharina Jörn
Katharina sind queere Themen in Geschichten wichtig. Durch die Schreibstaffel kannte sie mich schon und ist durch einen interessanten Blogbeitrag dazu geblieben. Ihre erste Teilnahme am Wpd? war jedoch erst im letzten September.
Sie hat schon sehr früh begonnen, sich Geschichten auszudenken, sie aber nie zu Ende gebracht. Eine Idee, den Abbruch zu verhindern, war, sich ein Notizbuch zu kaufen und in diesem handschriftlich zu schreiben und erst ein neues zu besorgen, wenn dieses erste vollgeschrieben war. Einen Roman hat Katharina jedoch bisher nicht beendet, bei dem aktuellen Projekt ist sie wie Asteria im Prozess des Neuschreibens.

Sie nutzt Kurzgeschichten und das »Was passiert danach?«, um sich im Schreiben zu üben, weil sie das auch erst seit zwei Jahren ernsthaft forciert. Das kann ich gut nachvollziehen, habe ich ja auch 2020 erst begonnen. Die Erkenntnis, dass sie das Romanprojekt nochmal überarbeiten muss, hat sie durch das Lektorat mit Kommafalter gewonnen.
Katharina ist übrigens auch Mitglied des Autor:innenzentrums Hannover. Das ist ein Schreibverein für alle Schreibenden, egal welchen Wissensstandes und welcher Disziplin. Regelmäßig finden hier live Co-Workings statt, es gibt aber noch weitere Angebote und Veranstaltungen. Schaut dazu mal auf die Homepage: https://hannoverschreibt.de/
Speeddating
- Nenne 3 Worte, um die Anthologie zu beschreiben!
Abenteuer, Kreativität, Wachstum. - Was war die größte Herausforderung für dich an dem Projekt?
Geschichten zu Ende zu bringen und Zeichenbegrenzung einhalten. - Plotter oder Pantser?
Beides: Ich muss wissen, wohin es geht, um frei zu schreiben. - Sprachnachricht oder Textnachricht?
Textnachricht. - Setting zum Schreiben: einsame Hütte oder belebtes Café?
Eine einsame Hütte zum selber Schreiben, um Ruhe zu haben. - Lieblings-Fantasy-Charakter*in?
»Bride« von Ali Hazelwood, Figur: Misery Lark (Vampirin).
Weitere Informationen zu Katharina findet ihr hier: https://gipfelbasilisk.de/autorinnenvorstellung-lapis-raven
Kommafalter
Kommafalter betreute dieses Projekt als Lektorin. Sie hat den schwarzen Gürtel im Lurken und war häufig bei den Wpd?-Vorleseabenden dabei. Als ich im September 2023 mit der Idee auf sie zukam, hat sie zwar ja gesagt, aber mich ermahnt, auf meine Ressourcen zu achten.
Lektorin zu werden, war eine Schnapsidee, sie hat sich aber schon ewig abgezeichnet. Eigentlich wollte sie während ihrer Schulzeit schon Lehramt studieren, aber dafür hatte sie 0,2 Notenpunkte zu wenig. Darum wurde es Romanistik/Germanistik. Es folgte eine Ausbildung zur denkmaltechnischen Assistenz, danach viele weitere Jobs, die alle irgendwie mit Kommunikation zu tun hatten. Für eine Freundin hatte sie begonnen, Geschichten gegenzulesen, woraus nach dem letzten Büro-Ragequit dann die Selbstständigkeit als Lektorin entstand, direkt mit ersten Aufträgen bei besagter Freundin mit Kleinstverlag.

Beim Lektorieren der Anthologie stellte sich an einigen Stellen durch Kommafalters hohe Textkompetenz heraus, dass auch mal tiefer in die Struktur eingegriffen werden musste, damit die Kurzgeschichten noch stimmiger werden würden. Nach einer Abstimmung mit mir haben wir das natürlich umgesetzt, selbst wenn dadurch z. B. Stefs »Herrin des Eisens« nicht mehr ganz zur ursprünglichen Aufgabe passen würde. Aber Kreativität geht immer vor!
Ihr ist wichtig, dass Menschen, die ein Lektorat von ihr wünschen:
- sich so früh wie möglich zu melden, die Terminbücher sind voll
- bereit sind, am Text zu arbeiten
- den Text so vorbereiten, dass keine kreative Arbeit mehr nötig sind
Sie betreut im Übrigen viele Debüts. Diesen Autor*innen würde sie noch mitgeben, dass es immer ein Learning ist, zu dem die Schreibenden bereit sein müssen. Wer veröffentlichen will, muss irgendwann einen Punkt machen und weitergehen können. Kein Text ist perfekt! Und: Lektorat ist auch immer eine menschliche Arbeit, und wenn es mal nicht passt, dann ist das auch okay. Wechsel sind gang und gäbe. Kommafalter findet ihr zum Beispiel hier: Instagram | Website
Speeddating
- Nenne 3 Worte, um die Anthologie zu beschreiben!
Bunt, kurz, wunderbar. - Was war die größte Herausforderung für dich an dem Projekt?
Viele unterschiedliche Kommunikationsweisen auf zeitlich engem Raum. - Kurzgeschichte oder Roman (zum Lektorieren)?
Ich liebe KGs, aber Romane füllen das Auftragsbuch besser, also beides. - Schönstes Pet-Peeve (Ärgernis) bei deiner Arbeit?
Ich rege mich nicht gerne auf. - Lieblingsautor*in oder -genre?
Krimis. - Wo liest du privat am liebsten?
Bett oder Zug, wobei nur da, wo es langweilig zum Hinausgucken ist. Beispiel: im Tunnel.
Weitere Informationen zu Kommafalter findet ihr hier: https://gipfelbasilisk.de/teamvorstellung-kommafalter
Nadine Föhse
Nadine hat das Korrektorat übernommen. Ich bin ihr für ihr Mitwirken sehr dankbar, da ich sie als Person sehr schätze und ich Menschen, die die Fähigkeit besitzen, Rechtschreibung und Grammatik zu durchschauen, bewundere.
Nadine arbeitet aber nicht nur an Texten anderer, sondern schreibt auch selbst. Gerade erst hat sie gepostet, dass die Rohfassung ihres neuen Romans 50.957 Wörter umfasst und damit fertiggeschrieben ist. Er wartet nun geduldig auf die Überarbeitung. Das #ProjektAsoL soll im nächsten Jahr erscheinen, natürlich wieder im Selfpublishing!

Sie hat aber für alle, die queere, romantische Bücher mögen, schon einiges geschrieben, also schaut unbedingt bei Nadines Website vorbei.
Speeddating
- Nenne 3 Worte, um die Anthologie zu beschreiben!
Außergewöhnlich, vielseitig, kreativ. - Was war die größte Herausforderung für dich an dem Projekt?
Es gab nicht viele Herausforderungen, mit denen ich im Korrektorat konfrontiert wurde. Die größte Schwierigkeit bestand oft in den großen Zeitabständen. Da es sich ja um zahlreiche Kurzgeschichten handelt, die im Laufe von mehr als einem Jahr entstanden sind, habe ich diese nach und nach korrigiert. Hier musste ich mich jedes Mal aufs Neue auf die Anthologie einstellen. Aber auch das war nicht unmöglich, zumal die Geschichten alle einen hohen Qualitätsstandard hatten. - Kurzgeschichte oder Roman (zum Korrigieren)?
Im Korrektorat habe ich beides gleich gern. Da ich mich ja nicht um Sinnzusammenhänge kümmern muss (das sollte vorher im Lektorat geschehen sein), ist die Länge nicht entscheidend. In einem Roman fiebere ich etwas mehr mit den Figuren mit als in einer Kurzgeschichte. - Schönstes Pet-Peeve (Ärgernis) bei deiner Arbeit?
Ich habe jetzt eine ganze Weile über diese Frage nachgedacht und nicht wirklich eine Antwort gefunden. Vielleicht, dass ich es immer versäume, mir von Anfang an Notizen zu wiederkehrenden Fehlern und Eigenheiten zu machen und das immer erst so bei 60 % der Geschichte mache? - Lieblings-Romance-Buch?
Das ist, als würde ich nach meinem liebsten Kind gefragt werden … ich liebe »Wenns einfach so passiert« von Fanny Bechert ganz besonders doll. Und »Zwischeneinander« von Catherine Strefford, bei dem ich übrigens auch das Korrektorat machen durfte! - Von welchem Trope kriegst du nicht genug?
Mein absoluter Lieblings-Trope sowohl beim Lesen als auch beim Korrigieren und beim Schreiben ist Friends to Lovers. Da geht mir immer sofort das Herz auf!
Weitere Informationen zu Nadine findet ihr hier: https://gipfelbasilisk.de/teamvorstellung-wpd-nadine-foehse
Carolin Summer
Caro ist seit 5 Jahren in der Twitch-Schreib-Bubble unterwegs. Irgendwann wurde sie mal über das Schreibgeheimnis zu mir geraidet und ist geblieben. Leider hat sie noch nie geschafft, mit einem Text am »Was passiert danach?« teilzunehmen, sie mag Kurzgeschichten zwar, hat aber nur wenig Zeit dafür.
Sie ist Plotter, die Art, wie sie plottet, ist jedoch ein Prozess und variiert. Dabei sind ihre Notizen über zig Notizbücher verstreut. Grade Reihen und Krimis sollten ihrer Meinung nach sehr detailliert geplant sein, sie muss schon zu Beginn wissen, wie die Handlung verläuft und wer der Mörder ist.

Caro ist, wie vielen von uns, das Erzählen von Geschichten wichtig. Das hat sie früh begonnen und weil sie noch nicht schreiben konnte, hat sie einfach gezeichnet. Dabei war ihre Oma, eine Malerin, mit der sie einige Kurse gemacht hat, ein großes Vorbild. Aus den Zeichnungen wurden Comics, und als Buchstaben dann vertrauter waren, auch Romane – aber die Illustrationen sind geblieben.
Wenn ihr euch von Caro eine Illustration wünscht, solltet ihr Folgendes beachten:
- Email schreiben und fragen
- gern mit groben Ideen sowie Zieldatum
- sie wird antworten und ihr werdet euch austauschen
- sie ist aktuell aber mit wenigen Slots (behinderungsbedingt) und weit im Voraus bereits ausgebucht
- Coverdesigns sind ebenfalls möglich, aber genauso knapp – auf der Website gibt es aber noch ein paar Premades
- ihr müsst künstlerische Arbeit respektieren
- wenn nach Preisabsprache die Aussage kommt “mit KI ist es aber billiger”, kann die Person gehen
- offene und ehrliche Kommunikation wichtig
Übrigens: Wenn es dann doch zu einem Nein bei der Zusammenarbeit mit Caro kommt, vermittelt sie aber gern andere Kontakte. Eine Anfrage lohnt sich also in jedem Falle: Carolin Summers Website!
Speeddating
- Nenne 3 Worte, um die Anthologie zu beschreiben!
Vielfältigkeit, über sich herauswachsen, Grenzen überwinden. - Was war die größte Herausforderung für dich an dem Projekt?
Es gab für mich keine, weil du es so gut gemanaget hast, mit wunderbaren Voraussetzungen und top Kommunikation, Ich fühlte mich eher sehr angenehm gefordert.
Ich kann aber vom größter Fail erzählen: Ich hatte einen Zahlendreher beim Paperback-Cover wodurch es zum verschobenen Buchrücken beim Probedruck kam – das ist mir noch NIE passiert, aber war zum Glück schnell korrigiert! - Kurzgeschichte oder Roman (zum Illustrieren)?
Da habe ich keine Präferenz 🙂 Ich mag beides gerne. - Schönstes Pet-Peeve (Ärgernis) bei deiner Arbeit?
Ich mag mich auch nicht ärgern, aber vielleicht Spinnen zeichnen. - Lieblingskünstler*in?
Super schwer, weil so viele unterschiedliche Stile – aber: meine Oma! - Deine eigene Lieblingsillustration?
Das ändert sich ständig, weil immer wieder Neues dazukommt – aktuell: Regenschirmszene aus Narrenlauf.
Weitere Informationen zu Carolin findet ihr hier: https://gipfelbasilisk.de/teamvorstellung-wpd-carolin-summer
Fazit
Der Stream war für mich herausfordernd. Interviews mit so vielen Menschen so fix hintereinander zu führen, ist anstrengend. Ich danke euch sehr, dass ihr euch die Zeit genommen habt und dass auch im Nachgang Nadine und Inge meine Fragen beantwortet haben. So sind hier wirklich alle noch einmal vertreten, die an der Anthologie mitgewirkt haben.
Danke für euer Vertrauen, an diesem Projekt mitzuarbeiten, auch wenn es nicht einfach war und das Buch verspätet veröffentlicht wurde. Ich bin stolz auf das, was wir gemeinsam geschafft haben. Es war eine tolle Zeit und eure Worte in der Abschlussrunde haben mich sehr gerührt.
Danke.
Wer jetzt neugierig auf unsere wunderbare Anthologie geworden ist: Hier könnt ihr sie kaufen!
Übrigens: Der komplette, ungeschnittene Release-Stream wird heute parallel auf YouTube veröffentlicht, schaut da gern auch einmal rein! Wer es ein bisschen kompakter mag, dem empfehle ich den Best-of-Zusammenschnitt der Interviews. Und in den nächsten Wochen generell ein Auge auf meinen YouTube-Kanal zu behalten, lohnt sich definitiv, denn es werden nach und nach alle Lesungen der Text-Ausschnitte folgen. Stay tuned!
An dieser Stelle ein großes Dankeschön an die Autor*in und Cutterin Zefiiel, die das Best-of, das Kurzvideo auf Instagram und die Lesungen für uns geschnitten hat. Instagram: Zefiiel | Cutterinnen-Profil: Digitalfedermedia
Alles zur Was passiert danach? Anthologie
Teamvorstellung: Kommafalter, Nadine Föhse, Carolin Summer, J. Gipfelbasilisk
Autor*innen: Andreas Röger, Asteria Rabenfeder, beschaulich, Christina Brühl, Inge SaintLaurent, Katharina Jörn, Palandurwen, Stef Helmel


