Text Was passiert danach? eine Liebeserklärung - Cover der Anthologie auf sternenhintergrund

Was passiert danach? Eine Liebeserklärung

»Was passiert danach?« – Warum liebe ich dieses Projekt so und schreibe nach all den Worten, die dazu bereits gesagt worden sind, noch einen gesonderten Beitrag? Weil es mehr als ein Schreibwettbewerb ist. Es ist Raum für Potenzial, Austausch, gemeinsames Wachsen und Vertrauen. Komm mit und erfahre es selbst!

Was passiert danach – ein Dauerprojekt

In regelmäßigen Abständen hinterfrage ich, warum ich Dinge tue und ob sie noch sinnvoll sind. Ich bin ein Mensch, dem es schwerfällt, Projekte durchzuziehen, wenn sie kein terminiertes Ende haben. Das »Was passiert danach?« führe ich aber inzwischen seit September 2020 in mehr oder minder gleicher Form durch. In diesem Jahr hatten wir zwar eine kleine kreative Pause, aber jetzt läuft das »Wpd?« wieder und wir schreiben fleißig jeden Monat Kurzgeschichten.

Warum schaffe ich es also, dieses Projekt nach fast fünf Jahren immer noch durchzuziehen? Mir jedes Jahr neue Aufgaben auszudenken, jeden Monat die entstandenen Texte vorzulesen und auch eigene Kurzgeschichten zu schreiben? Weil ich dieses Projekt sehr liebe!

Das heißt nicht, dass es nicht aufwendig ist, und es bedeutet nicht, dass ich nicht manchmal fluche, weil es eben auch viel Arbeit ist. Aber das, was es mir gibt, ist so viel mehr wert.

Kurzgeschichten sind ein wichtiger Teil meines Schreibens. Den Grund dafür kannst du hier nachlesen: Warum liebe ich Kurzgeschichten? Ich würde dir den Beitrag auch nahelegen, weil er im Grunde die Vorgeschichte hierzu ist.

Was ich beim »Wpd?« lerne

Bis April 2026 gibt es aktuell beim »Wpd?« monatlich, ähnlich wie zu Anfangszeiten, nur einen Plot für alle Teilnehmenden. Diese Rückkehr zu den Ursprüngen des Projektes habe ich bewusst gewählt. Denn dafür stehen immer drei per Zufall gezogene Charakterkonzepte zur Auswahl, die ebenfalls verwendet werden sollen und den Fokus auf Figurenentwicklung legen sollen. Erfahre dazu mehr in den Teilnahmebedingungen.

Das Projekt entwickelt sich ständig weiter und hat mir dabei immer wieder gezeigt, wie vielfältig die Blickwinkel der verschiedenen Autor*innen sind. Unten verlinke ich dir die Texte dieses »Wpd?«-Jahres, dort kannst du dich selbst davon überzeugen. Oder du kaufst dir die Anthologie. In ihr wird zum Beispiel auch im April gezeigt, wie unterschiedlich zur gleichen Aufgabenstellung die Ergebnisse ausfallen können.

Immer wieder vor Augen geführt zu bekommen, wie divers die Schreibenden meine Aufgabe interpretieren, sorgt bei mir dafür, dass ich zum einen mein Schreiben reflektiere und zum anderen den Blick über den Tellerrand wage und ebenfalls neue Wege beschreite.

Als schreibende Person ist mir wichtig, dass ich mich weiterentwickele. Das geschieht aber nicht, wenn ich nicht auch das eigene Zimmer verlasse und mich mit anderen Blickwinkeln auseinandersetze.

Wir sollten alle rausgehen, mit offenen Augen umherspazieren und anderen Menschen zuhören, auch wenn Letzteres durchaus anstrengend sein kann. Aber nur so können wir wachsen. Und vor allem müssen wir das ernstnehmen, was andere Menschen uns sagen, das Positive wie das Negative!

Da aber ein solcher Ausflug nicht immer möglich ist, ist das »Wpd?« so gesehen ein digitaler Spaziergang für mich, auch wenn er keinen direkten Kontakt mit der Welt ersetzt. Ich lerne dennoch dabei, mein Schreiben und mich zu hinterfragen, und konfrontiere mich mit den Themen, die gerade andere Schreibende bewegen.

Raum für Potenzial

Die »Wpd?«-Community ist ein wahrer Safe Space und sehr wertschätzend. Ich habe mit diesem Projekt einen Raum geschaffen, in dem sich Neulinge nebst veröffentlichten Autor*innen tummeln. Alle haben die Chance, sich hier auszuprobieren. So passiert es regelmäßig, dass neue schreibende Personen hinzukommen, andere merken, dass es nichts für sie ist, und verschwinden wieder. Einige bekommen aber sogar den Ansporn oder die Inspiration für einen Roman.

Die Töchter des Harzes von Linda Bier sind das beste Beispiel dafür, denn diese Reihe entstand aus einer »Wpd?« Kurzgeschichte. Den ursprünglichen Text findet ihr zwar nicht mehr auf meiner Website, weil sie ihn für ihre Veröffentlichung überarbeitet und genutzt hat. Aber die Bücher lohnen sich!

Ich bin echt stolz darauf, dass ich mit diesem Projekt so vielen Menschen Inspiration schenke. Dies wurde auch am Ende des Streams zur Veröffentlichung der Anthologie von den Teilnehmenden hervorgehoben, was seitdem in meinem Kopf rumort.

Das Vorlesen der Texte

Eine weitere Besonderheit beim »Wpd?« ist, dass die eingesandten Texte vorgelesen werden. Auch mein eigener. Das bringt uns zusammen, schafft Sichtbarkeit und Gemeinschaft bei allen Teilnehmenden, was einfach guttut. Denn häufig arbeiten wir einfach nur in unserem stillen Kämmerlein alleine vor uns hin. Durch den regelmäßigen Termin haben wir aber einen Anlaufpunkt, um dieses mal zu verlassen.

Doch Vorlesen bietet noch eine zweite Chance. Mir hilft es sehr, wenn andere meine Texte laut lesen. So erkenne ich deutlicher die Textstellen, die ich noch überarbeiten muss. Das eigene laute Vortragen hilft zwar schon, aber Menschen sind unterschiedlich in der Art, wie sie lesen und betonen. Diese andere Sichtweise kann darum bei der Weiterentwicklung des eigenen Schreibstils sehr helfen.

Zudem kommen dann, wenn gewünscht, Rückmeldungen zu den Texten. Mir persönlich haben diese bisher immer sehr geholfen. Es ist ein Werkstatt-Gefühl, ohne Angst vor der Bewertung.

Und apropos Angst, das führt mich zum wohl wichtigsten Aspekt: Vorgelesene Texte bringen Selbstwirksamkeit. Ich habe mit Twitch begonnen, weil ich Angst davor hatte, dass meine Geschichten irgendwann veröffentlicht werden. Diese Sorge habe ich durch das Streamen verloren, und ich hoffe, ich kann sie euch durch das Vorlesen und den sehr wertschätzenden Raum ebenfalls nehmen oder zumindest abmildern.

Fazit

Warum ich also das Projekt liebe, dürfte nun klar sein, oder? Wenn nicht, fasse ich es jetzt noch einmal in einem Satz zusammen: Ich liebe das »Was passiert danach?«, weil es Menschen zusammenbringt, Kreativität fördert und auch mir hilft, mich weiterzuentwickeln. Wie sieht es bei dir aus?


Cover der "Was passiert danach?"-Anthologie in allen drei Varianten: als Hardcover, Paperback und eBook.

Ihr interessiert euch für das Thema Kurzgeschichten und sucht euren Zugang zum Schreiben? Ihr habt Angst vor dem weißen Blatt und sucht Hilfen, diese Angst zu überwinden? Dann schaut euch doch einmal die – Was passiert danach? Anthologie – an! Dort bekommt ihr Aufgaben, die ihr in euer Dokument kopieren könnt, dann ist das Blatt schon mal nicht mehr weiß. Zudem bekommt ihr Leitfragen, die euch beim Schreiben des Textes helfen sollen, indem ihr versucht, sie zu beantworten.


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